Projektidee

Die Projektidee

Das Thema des Projektes ist die Gewaltprävention durch Stärkung der Menschenrechte und der Zivilgesellschaft. Bina Mira 2012 steht in der Tradition, die durch den Zusammenschluss von Jugendtheatergruppen in der Folge der Balkankriege entstanden ist und seitdem kontinuierlich Zusammenarbeit. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass junge Menschen aus den ehemaligen Kriegsgebieten durch europäische Jugendbegegnungen ihren Horizont erweitern und über die weiterhin ethnischen Konflikte hinaus denken und zivilgesellschaftliche Ideen entwickeln. Die Jugendlichen werden angeregt, gemeinsam ihre Zukunft in Europa zu kreieren und durch den kulturellen Austausch ihre Toleranz im Spannungsfeld ethnischer, religiöser und kultureller Konflikte zu erhöhen. Der Austausch zwischen Jugendlichen aus Ost- und Westeuropa soll Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten aufzeigen. Die theaterpädagogischen Aktivitäten umfassen einerseits die Aufführungen von vorbereiteten Theaterstücken der teilnehmenden Gruppen mit anschließender intensiver Diskussion und andererseits gruppenübergreifende Theaterworkshops, die ihre Ergebnisse ebenfalls auf die Bühne bringen. Die Theaterpädagogik ist eine intensive außerschulische Lehrform, da sie alle Sinne erfasst, von den Erfahrungen der Mitspieler ausgeht und sprachliche Probleme mit Hilfe der Körpersprache überbrücken kann. Die Jugendlichen lernen, sich mit ihren jeweiligen Themen und Problemen aufeinander zu beziehen und Lösungen im gemeinsamen Bühnenspiel zu erarbeiten.

Die Ziele

Das wesentliche Ziel des Projektes ist, dass sich junge Menschen in Europa über das Theaterspiel in ihrem Engagement für den Frieden zusammenfinden. Der Inhalt ihrer Stücke sollte sich auf Probleme des Individuums, auf soziale, kulturelle, religiöse und politische Konflikte beziehen. Bei den Aufführungen sollten Gedanken der Versöhnungs- und Gütekraft, die Aufdeckung und Veränderung von Unfriedensstrukturen sowie das kritische Hinterfragen einer auf Gewalt basierenden Kultur zum Ausdruck gebracht werden. Hierzu gehört auch eine ideologiefreie Reflexion historischer Begebenheiten unter Berücksichtigung einer neutralen Betrachtungsweise von Handlungen der eigenen Bevölkerungsgruppe, sowie das Aufzeigen von Gewaltstrukturen in zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Bereichen und in der Staatenwelt.
Wir wünschen uns Theatergruppen mit jungen Menschen, die an Friedensarbeit und internationaler Begegnung interessiert sind.
Bei der Aufführung der Stücke sollte darauf geachtet werden, dass die Sprache kein wesentliches Hindernis für das Verstehen sein darf.