Nachlese BINA MIRA 2017

Rückblick-Einblick-Ausblick

BINA MIRA die 9. ging nach einer erfolgreichen Woche in Eupen/Belgien, unterstützt durch die Nationalagentur der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien Erasmus+ und unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Ostbelgiens zu Ende.

95 Jugendliche gaben durchweg positive Feedbacks zu all ihren Erlebnissen und freuen sich auf das 10. Geburtstagsfest der Jugendbegegnung OST-WEST im Gründerort TUZLA, in Bosnien-Herzegowina, auch wieder rund um den Weltfriedenstag, den 21. September 18.

Angefangen hatte alles am 15.9.17 mit dem Flame for Peace-Fackellauf, an dem viele Geflüchtete und freiwillige Läufer vom Aachener Theaterplatz via KuKuK nach Eupen zur Klötzerbahn liefen, allen voran auch der Ministerpräsident Ostbelgiens, der Geschäftsführer der Euregio Maas-Rhein und der Koordinator des Laufs, mit der Kooperation des Roten Kreuzes und „Belle Vue“.

Das 9. Europäische Jugendbegegnung BINA MIRA legte schon am 1. Abend gewaltig los mit dem belgischen Theaterstück „Der Spinner“ und „Der Blaue Vogel“ aus Banja Luka in Bosnien –Herzegowina.

Vollgepackt war die Woche vom 15.9.-22.9.17 mit allabendlichen, sozialkritischen Theaterstücken bis hin zum Musical „When I become a King“ aus Tuzla, der Gründerstadt der BÜHNE DES FRIEDENS.

Es folgten tagsüber sehr kreative Workshopaktivitäten im theatralischen, filmischen, musikalischen und künstlerischen Bereich, mit einer geführten Besichtigung des EU-Parlamentes in Brüssel und der Gesprächsrunde mit dem ostbelgischen EU-Abgeordneten P.Arimont , mit dem Flanieren auf dem Grande Place in Brüssel und einem Gruppenfoto vor dem Atomium.

Höhepunkt waren die Präsentationen der in internationalen Gruppen entstandenen Workshopresultate: Teamgeist und das Ausarbeiten eines gemeinsamen Ziels verfolgten das Thema der multikulturellen Begegnung im Sinne der Toleranz, im Sinne eines zukünftigen Europas, frei nach dem Motto: Jugend macht Europa, Jugend ist Europa.

Auch auf Wunsch der Organisatoren und des Jugendrates , des YOUTH COUNCILS Bina Mira, wird eine Weiterführung der Begegnungen europäischer Jugendlicher angestrebt. Immerhin gilt es, den 10-jährigen Geburtstag OST-WEST gebührend zu feiern, gemeinsam.

Elfriede Belleflamme (Projektleiterin 2017)bedankt sich im Namen des Aachener Netzwerks für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V. für alle Formen der Unterstützung.

Ademir Omercehajic, Youth Council, MLADI TUZLE (Bosnien-Herzegowina)

Bina Mira festival, for the first time took place in Belgium, and I must say it was something very special. Hosts and organizers gave their best to make us don't feel so far away from home. We had a perfect opportunity for 7 days to learn a lot about Belgium and Belgians, their culture, visit their capital, the European Parliament and make new friends and bounds. Workshops were also very good organized, with professionals in their job, who were giving their maximum to give their knowledge and experience to youth. After 7 days in Eupen, it was really hard to say goodbye to new friends and to go home, but we bring beautiful memories from festival and hope we will come back once again.

Best regards from Tuzla, Ademir

Franziska Bergrath, rohestheater, Jugendrat (Deutschland)

Die diesjährige Jugendbegegnung war für mich die dritte in diesem Rahmen und wieder war es wunderbar. Die gemeinsame Unterbringung in der Jugendherberge hat die jungen Leute näher zusammengeführt. Die Stimmung war locker und der Abschied nach der gemeinsamen Woche fiel wie immer schwer.  Besonders spannend fand ich in diesem Jahr den Kunstworkshop. Die erarbeiteten Ergebnisse können sich sehen lassen. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Jugendbegegnung in Tuzla und auf die Zusammenarbeit im Jugendrat.

Herzliche Grüße, Franzi

Kristina Culic, DISteatar Banja Luka, Jugendrat (Bosnien-Herzegowina)

In Belgien auf dem Bina Mira Festival hatten wir wirklich eine tolle Zeit, sowohl in Eupen als auch in Brüssel.
Die Reise war gut und angenehm. In Eupen, was das Programm betrifft, war fast alles perfekt organisiert. Nur am zweiten Tag war der Europa-Workshop am Anfang etwas chaotisch, wir haben es dennoch zusammen geschafft, Werte und Visionen für Europa und seine Zukunft aufzuschreiben.
Für meine Arbeit auf dem Festival kann ich sagen, dass es mein erstes Mal als Dolmetscherin war. Ich habe mich sehr bemüht und hoffe, dass es viel besser wird, falls ich diese Rolle beim nächsten Festival wieder übernehme.
Die Workshops waren auch sehr gut, das Programm an sich, sowie alle Präsentationen. Vielleicht könnten wir nächstes Mal die Dauer der Workshops etwas modifizieren. Ich habe das mit den Leuten aus Tuzla schon besprochen. Wie wir alle wissen, versuchen wir jedes Jahr alles, auch die Organisation, zu verbessern. Wir schlagen einen Block von Workshops zu 5-6 Stunden/Tag vor, dann Freizeit, danach Proben, Aufführungen und später organisierte Zusammenkünfte, Partys, vielleicht mit einem bestimmten Thema für jeden Abend.

Auf diese Weise unterhalten wir uns am intensivsten, sammeln und tauschen Erfahrungen aus und lernen uns am besten kennen. Normalerweise wird das nur am Ende des Festivals organisiert, aber wir haben bemerkt, dass es häufiger sein sollte. Nach Gesprächen mit Teilnehmern aus verschiedenen Gruppen wäre dieser Punkt beim nächsten Treffen bitte zu berücksichtigen.

Fotos und Videos sind wunderschön und eine gute Erinnerung an unsere Zeit in Belgien. Alles in Allem: Das Konzept der Jugendbegegnung ist großartig, die Endprodukte sind bewundernswert. Wir lieben diese Treffen und kooperieren sehr gern!

2018 sollte auf jeden Fall das Jahr der Feier sein : Alles Gute zum 10. Geburtstag und es lebe Bina Mira noch eine lange lange Zeit!

Herzliche Grüße aus Banja Luka!
Kristina

Tim Fatzaun – Friedenstheater 17/ Eupen – Belgien, Musikworkshop und Theater

In diesem Jahr fand die neunte Edition des Theaterfestivals Bina Mira zum ersten Mal in Belgien statt, cofinanziert von Erasmus+. Vom 15. bis zum 22. September waren rund 95 Teilnehmer aus Belgien, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Slowenien in Eupen zu Gast. Das Festival stand unter dem Motto „Jung, tolerant, multikulturell europäisch vereint“, es war mir eine Freude, „alte Bekannte“ von 2016 aus Serbien/Zrenjanin wiederzusehen. Es war faszinierend zu sehen, wie Jugendliche aus verschiedenen Kulturen, die sich vorher nie gesehen hatten, aufeinander zugingen, die Vergangenheit spielte keine Rolle mehr, die Gegenwart und die Zukunft zählen. Gegenseitiges Vertrauen und viele Gespräche folgten. Jeden Abend stellten eine oder zwei Gruppen ihr Theaterstück vor, in dessen Anschluss eine Diskussionsrunde vom Jugendrat geleitet wurde. Die Teilnehmer konnten tagsüber in Workshops ihr Können in Filmschnitt und Fotografie, Theaterspielen, Kunst und Musik erweitern und viele neue Freundschaften schließen. Ein Ausflug nach Brüssel wurde organisiert, bei dem der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont die bunt zusammengewürfelte Gruppe durch das EU-Parlament führte, dazu der Fototermin vor dem Atomium. Das Festival endete am 21. September, dem Weltfriedenstag, an dem die Workshop-Arbeiten mit viel Applaus für alle Gruppen präsentiert wurden. Das Theaterspiel und die Arbeit im Musikworkshop am Schlagzeug haben mich restlos begeistert, die gesamte Woche ist als sehr gelungen zu sehen, ein tolles Projekt!

Im nächsten Jahr feiert Bina Mira sein zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass kehrt das Festival zurück an seine Geburtsstätte nach Tuzla in Bosnien-Herzegowina.

Mein herzliches Dankeschön an das gesamte Orgateam.

Tim

Dusan Kalejski, Zrenjanin/Serbien, Youth Council

Group of young people from CEKOM, Zrenjanin (Serbia), came home full of good impressions from the festival “Bina Mira – Eupen 2017”. This kind of youth exchange is ideal place for intercultural dialogue, building friendship and braking barriers that are often unfairly imposed on us. Festival activities were well adjusted to the duration of the festival, so that young people from Belgium, Bosnia and Herzegovina, Germany, Slovenia and Serbia had enough time for unformal interaction. Art workshops, which purpose was promotion of healthy values and principles for young people to navigate through their lives with, met the expectations of our group. We saw many interesting, well performed theatre plays, after which came conversations about the problems and questions presented in the performances. In the end, what is perhaps the most important fact, we made lifetime friendships, which proves that these initial encounters never actually end. We’re looking forward to every next opportunity to meet our friends from across the Europe!

Best regards,

Dusan Kalejski